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Gemeinsam Kultur erleben!

Einmal im Monat lädt das lesbisch-schwule Generationenprojekt zur gemeinsamen Kinonacht ein. Wir besuchen zusammen die Queerfilmnacht oder schauen einen anderen schönen Film. Der jeweilige Film und Treffpunkt werden frühzeitig in unserem Veranstaltungskalender und auf facebook.com/LSGEssen bekannt gegeben. Nach dem Film suchen wir uns mit allen die wollen einen gemütlichen Platz zur Einkehr. Für Fragen stehen Ihnen/euch Astrid Gabb und Christian Götte unter 0201-10537-00 oder Generationenprojekt@aidshilfe-essen.de zur Verfügung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.



Come out, Essen!

100 Jahre lesbisch-schwule Emanzipation

Gleichgeschlechtliche Paare können heute in Deutschland heiraten. Manche Ministerinnen und Minister oder Oberbürgermeisterinnen oder Oberbürgermeister bekennen sich offen als schwul oder lesbisch. In Essen setzt sich seit einigen Jahren eine städtische Koordinierungsstelle für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt, Akzeptanz und Gleichstellung ein. Solchen und weiteren Erfolgen ist ein langer Kampf lesbischer und schwuler Initiativen vorausgegangen – in Essen, im Ruhrgebiet und deutschlandweit.

Die Ausstellung spannt einen Bogen von den Gerüchten um Friedrich Alfred Krupps Homosexualität zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur Verabschiedung eines ersten Handlungsprogramms gegen die Ausgrenzung gleichgeschlechtlicher Lebensweisen im Jahr 1999 im Essener Stadtrat und blickt abschließend auf die Erfolge lesbisch-schwuler Emanzipation der letzten Jahre. „Vor allem in Zeiten gesellschaftlichen Aufbruchs wie zu Beginn der Weimarer Republik oder als Folge der 68er-Bewegung sind lesbische Frauen und schwule Männer für ihre Rechte eingetreten, haben für Anerkennung und gegen Diskriminierung gekämpft“, sagt Wolfgang D. Berude, Initiator der Ausstellung. „Wir zeigen dies an vielen Beispielen aus Essen und auch anderen Ruhrgebietsstädten.“ Berude, einer der Mitbegründer des Forums Essener Lesben und Schwule (F.E.L.S.) und des Arbeitskreises schwule Geschichte, recherchiert seit Jahrzehnten zu diesem Thema und hat sehr viel Material zu der Ausstellung beigesteuert.

„Schwule und Lesben haben viel Mut gebraucht, einer in weiten Teilen homophoben Stimmung in der Gesellschaft, einem traditionell-bürgerlichen Rollenbild der Geschlechter und dem Strafgesetz zu trotzen. Viele haben es dennoch gewagt – die einen in Form individueller Lebensentwürfe, die anderen gemeinsam und öffentlich“, sagt der Historiker Stefan Nies, der die Ausstellung im Auftrag der Stiftung Ruhr Museum kuratiert hat.

Eine eigene Installation verweist auf die Situation lesbischer Frauen in den 1950er- und 60er-Jahren, die besonders unter der weiblichen Rollenzuweisung als Ehefrau und Mutter leiden. „Die Strategie der meisten lesbischen Frauen, mit dieser bundesdeutschen Realität der 1950er- und 60er-Jahre umzugehen, ist es – so wird vermutet – unauffällig zu sein. Nicht selten werden Tarn- und heterosexuelle Scheinehen zwischen Schwulen und Lesben geschlossen, um sich gesellschaftlicher Diskriminierung zu entziehen“, stellt die Bildungswissenschaftlerin Dr. Bettina Waffner mit Blick auf wissenschaftliche Forschungsergebnisse fest.

Waffner gehört zu dem ehrenamtlichen Projektteam, das die Ausstellung gemeinsam mit dem Kurator Stefan Nies und Initiator Wolfgang D. Berude erarbeitet hat. Mitgewirkt darin haben zudem Dietrich Dettmann vom Magazin fresh, Markus Laubrock von der Aidshilfe Essen e.V., der Fotograf der Stadt Essen Moritz Leick, Michael Kleine-Möllhoff, der 1984 der erste offen schwule Ratsherr in Essen war, Friederike Ninnemann und Sabine Weinem von Frauen-Liebe im Pott – Flip e. V. sowie Sebastian Stute von der Koordinierungsstelle Gleichgeschlechtliche Lebensweisen LSBTI* der Stadt Essen. Der Historiker Dr. Frank Ahland aus Dortmund stand dem Projekt als wissenschaftlicher Berater zur Seite.

„Wenn wir nur über die Grenze in unser EU-Nachbarland Polen schauen, wo LSBTI* offen diskriminiert und einige Städte sich zynisch als ‚LSBTI-frei‘ bezeichnen oder nach Ungarn, wo die Rechte von Transmenschen kürzlich stark eingeschränkt wurden, können wir stolz auf das sein, was bei uns alles erreicht wurde. Trotzdem gibt es noch viel zu tun“, sagt Sebastian Stute von der Koordinierungsstelle. „So wird auch heute noch Homosexualität im Sport oder in der Arbeitswelt teils tabuisiert, Transmenschen werden immer noch pathologisiert, und es gibt immer noch Eltern, die ihre nicht-heterosexuellen Kinder in Therapie schicken. Gleichberechtigung muss erkämpft werden – immer noch und immer wieder.“

Die Ausstellung und das Begleitbuch wurden ermöglicht durch finanzielle Unterstützung von: Stiftung Ruhr Museum, Kulturamt der Stadt Essen, Sparkasse Essen, Sparkassenlotterie PS Sparen und Gewinnen, Alfred-Krupp-und-Friedrich-Alfred-Krupp-Stiftung und Hannchen-Mehrzweck-Stiftung für homosexuelle Selbsthilfe.



CSD Empfang der Stadt Essen 2020

Anlässlich des CSD Empfangs der Stadt Essen lud Oberbürgermeister Thomas Kufen am 01. August in die Lichtburg ein.

Neben Ansprachen des Oberbürgermeisters und Dietrich Dettmann (F.E.L.S.)  wurde im Rahmen der Veranstaltung durch die Aidshilfe Essen e.V., dem Forum Essener Lesben und Schwule (F.E.L.S.), ruhrPRIDE e.V. und dem SVLS e.V. der diesjährige Blütenfest-Award an Manfred Kroll verliehen. Luise Lorenz von F.E.L.S. und Daniela Flötgen von der Aidshilfe durften den Preis überreichen.

Arne Kayser (Landesvorsitzender der Aidshilfe NRW) betonte in seiner Laudatio, dass Manfred sich seit vielen Jahren in besonderem Maße für die queeren Communities in Essen engagiert und maßgeblichen Einfluss auf die heutige Angebotsvielfalt in der queeren Essener Szene hatte.

Der CSD Empfang der Stadt fand unabhängig von der CSD Demonstration statt, welche coronabedingt auf den 12. September verlegt wurde.

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Internationaler Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher*innen

 

Der internationale Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher*innen jährte sich in diesem Jahr zum
22ten Mal. Seit 1990 sind mindestens 45 000 Menschen in Deutschland an den Folgen des Konsums
– von illegalen Drogen selbst
-gestreckten Schwarzmarktsubstanzen
-Kriminalisierung
– und/oder HIV  und Hepatitis Infektionen
verstorben. Alleine im vergangenen Jahr sind 1398 Menschen an den Folgen des Konsums illegaler Substanzen verstorben!
Das sind 122 Menschen mehr als im Jahr davor.  Auch wir trauern um 11 Menschen die aufgrund von einer Überdosis verstorben sind sowie 27 Menschen, die an den Folgen von Drogen verstorben sind.

Aus diesem Grund setzten wir (die Aidshilfe Essen e.V., Bella Donna und Suchthilfe Direkt), ebenso wie viele andere Einrichtungen am 21. Juli 2020 ein Zeichen.

Das bundesweite Motto lautete: „ Wohnraum, soziale und medizinische Hilfen müssen ein Menschenrecht sein – ob mit oder ohne Corona/Covid 19“

Die Deutsche Aidshilfe hat eine Internetseite eingerichtet, für jene, die vielleicht am 21. Juli nicht an deiner der Veranstaltungen zum Gedenken an den verstorbenen teilnehmen konnten. Hier bekommt ihr die Möglichkeit an Verwandte, Freund*innen, Klient*innen und/oder Patient*innen zu erinnern.

https://www.aidshilfe.de/gedenkta



Besuch von der SPD

Auch am Freitag, 10.07.2020, lud Daniela Flötgen zu einem Austausch mit der SPD ein. Die Politiker würdigten die Arbeit der Aidshilfe. So veröffentlichte Herr Frank Müller (MdL der SPD) nach dem Treffen: „Von ihrer Gründung bis heute haben die Aidshilfen in NRW ihr Arbeitsspektrum kontinuierlich ausgeweitet. Damit sind sie unverzichtbarer Bestandteil der kommunalen Beratungs- und Präventionsnetzwerke.“
Außerdem stellte Daniela Flötgen noch mal die modellhaften Projekte der Generationenarbeit in Essen, des Netzwerkes Sexualität und Gesundheit im westlichen Ruhrgebiet für Drogengebrauchender*innen und das Projekt zur Entstigmatisierung von HIV und LSBTI* für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund vor. „Uns war es immer wichtig innovativer Vorreiter zu sein und weiterzudenken für die Menschen, die uns beschäftigen. Die Tradition meiner Vorgänger möchte ich unbedingt weitertragen.“

Von vorne nach hinten: Maik Schütz (Vorstand, Aidshilfe Essen e.V.), Martin Schlauch (SPD), Daniela Flötgen (Geschäftsführung, Aidshilfe Essen e.V.), Frank Müller (MdL, SPD)


Die ersten Gespräche mit den Parteien

Am Mittwoch, 08.07.2020, waren die ersten Gespräche mit den Parteien und der neuen Geschäftsführerin, Daniela Flötgen, der Aidshilfe Essen e.V.

Neben dem Austausch und Dialog zur Entwicklung der Arbeit der Aidshilfe und den anstehenden Aufgaben stellte sie sich den Politiker*innen des Bündnis `90/Die Grünen und der CDU vor. „Uns ist wichtig, wieder mehr ins Gespräch zu kommen. Die Diskriminierung von LSBTI* und anderen Menschen in HIV-relevanten Lebenslagen und auch die Prävention von HIV und STIs ist kein Randthema. Bei all dem Fortschritt sind wir noch nicht da, wo wir hin müssen und sein wollen.

Nach den Gesprächen bin ich überzeugt, dass wir mit der und für die Stadt Essen gemeinsame Ziele verfolgen.“

(1) Dirk Kalweit (CDU), Daniela Flötgen (Geschäftsführung, Aidshilfe Essen e.V.), Maik Schütz (Vorstand, Aidshilfe Essen e.V.), Thomas Mehlkopf-Cao (CDU), Matthias Hauer (MdB, CDU
(2) Kai Gehring (MdB, Bündnis ´90/Die Grünen), Maik Schütz (Vorstand, Aidshilfe Essen e.V.), Gönül Eğlence (Bündnis ´90/Die Grünen), Daniela Flötgen (Geschäftsführung, Aidshilfe Essen e.V.) und Mehrdad Mostofizadeh (MdL, Bündnis ´90/Die Grünen)

 



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